Samstag, 23. September 2017
Notruf: 112

Rückblick Jahresausflug Altersabteilung

Mit der Feuerwehr im Bayrischen Wald

Die bereits traditionelle Ausfahrt führte die Senioren der Kohlberger Feuerwehr in diesem Jahr nach Niederbayern. Schon in den frühen Morgenstunden machten sich die Teilnehmer in Fahrgemeinschaften auf den Weg. Die erste Station der Reise war Passau. Dort traf man sich bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein vor dem historischen Rathaus zu einer Führung durch die „Dreiflüssestadt“.

 Die Lage der Stadt Passau an den drei Flüssen Donau, Inn und Ilz führte zu der markanten Bezeichnung „Dreiflüssestadt“. Durch Jahrhunderte hindurch prägten diese Flüsse das Leben in der Stadt, deren Name vom römischen Kastell Batavis abgeleitet ist. Schon lange vor den Römern besiedelten die Kelten das Gebiet und nutzen die Vorzüge der Wasserwege aus. Über Jahrhunderte war Passau ein selbständiges Fürstentum, bevor es im Jahr 1803 bayrisch wurde. Das heutige barocke Stadtbild entstand im 17. Jahrhundert, damals wurde die Passauer Altstadt durch italienische Baumeister neu aufgebaut. Vorausgegangen war ein verheerender Stadtbrand, der im April 1662 die gesamte Stadt innerhalb weniger Stunden in Schutt und Asche legte. Das historische Rathaus beeindruckt heute mit seinen repräsentativen Sälen im Barockstil. Prachtvolle Gemälde an Decken und Wänden erzählen Geschichten der Stadt. Besonders bekannt ist dabei das Kolossalgemälde zum Niebelungenlied, das vom Historienmaler Ferdinand Wagner stammt. Nach dem Besuch im Rathaus ging es vom Donauufer weiter durch enge Gassen, vorbei am Scharfrichterhaus und hinüber zur Uferseite des Inn. Das aus den Alpen kommende Wasser des Inn mit seiner grünen Färbung vermischt sich in Passau mit dem blauen Wasser der Donau. Die aus dem Moorgebiet Bayerns kommende Ilz steuert mit ihrem schwarz gefärbten Wasser die geringste Wassermenge zum nun mächtig gewordenen Fluss bei. Der Inn und die damit verbundenen Salztransporte nach Passau sind eng mit der Geschichte der Stadt und ihrem Reichtum verbunden. Das in Passau getrocknete und aufbereitete Salz wurde anschließend über den Wasserweg der Donau und auf dem Landweg teuer verkauft oder gegen wertvolle Waren getauscht. „Salzwege“ zeugen noch heute vom florierenden Handel mit dem begehrten Produkt. Von der Uferseite des Inn mit Blick hinauf zur Wallfahrtskirche Kloster Mariahilf ging es hinauf zum Stephansdom, dem höchste Punkt der Altstadt. Der Weg nach oben führte vorbei an der Bischöflichen Residenz mit dem bekannten Wittelsbacher-Brunnen auf dem Residenzplatz. Bereits aus dem Jahr 450 wird von einer Kirche in der spätantiken Stadt Batavis berichtet. Heute steht dort der Dom St. Stephan, der als Mutterkirche der östlichen Donau bezeichnet wird. Seinen prunkvollen Barockstuck verdankt der Dom dem berühmten Architekten C. Lurago und dem Künstler G. B. Carlore aus Italien. Weltbekannt ist der Dom heute durch seine Orgel, die mit 17.974 Pfeifen und 233 Registern die größte Domorgel der Welt ist. Der Weg zurück zur Donau führte zur Schiffsanlegestelle, wo eine Erlebnisrundfahrt auf dem Programm stand. Vom Schiff aus gab es herrliche Blicke. Auf der einen Seite die bunten und barocken Fassaden mit italienischem Flair und markanten Türmen. Auf der anderen Seite grüßte von oben die Veste Oberhaus auf dem Georgsberg, eine der größten erhaltenen Burganlagen in Europa. Mit vielen bleibenden Eindrücken fuhr die Gruppe am Abend weiter und bezog im beschaulichen Dörfchen Vorderschmiding ein schönes Quartier im Bayrischen Wald.

Am nächsten Tag ging es dann hoch hinauf. Der Große Arber, mit seinen 1456 Metern der höchste Gipfel des Bayrisch-Böhmischen Grenzmassives, lockte bei herrlichem Wetter und belohnte mit einem einzigartigen Rundblick. Mit vier Gipfeln bot der Arber immer wieder unterschiedliche Aussichten auf den umliegenden Bayrischen Wald und auf dem Böhmerwald. Bei der Rückfahrt zum Quartier wurde in einem der vielen Glasbetriebe entlang der „Glasstraße Bayrischer Wald“ Station gemacht. Die Glastradition in Bodenmais und die Handwerkskunst der Glasbläser beeindruckte mit vielen bizarren Formen, bunten Farben und verlockenden Geschenkideen.

Von Vorderschmiding aus nutze man am dritten Tag der Reise die Gelegenheit zu einem Besuch im nahe gelegenen Nationalpark Bayrischer Wald. Der absolute Höhepunkt war dabei gleich der Einstieg in den Park über den Baumwipfelpfad bei Neuschönau. Mit einer Gesamtlänge von 1300 Metern und einer Höhe von 8 bis 25 Metern windet sich der Pfad entlang an mächtigen Bäumen des Bergmischwaldes mit seinen Buchen, Tannen und Fichten. Unterbrochen von zahlreichen Erlebnisstationen und Informationstafeln wird dem Besucher der Lebensraum der Bäume – vom „Fundament“ der Wurzeln bis zur Krone näher gebracht. Das Highlight des Pfades ist dann ein Baumturm, dessen Plattform stolze 44 Meter über dem Erdboden thront. Der freie Blick über die Baumkronen und die umliegenden Berge war einzigartig. Nach dem Baumwipfelpfad lud dann das Nationalparkzentrum Lusen zu einer Wanderung ein. Auf gut beschilderten Wegen gab es im Schatten mächtiger Bäume eine Vielfalt an Pflanzen und Tieren zu bewundern. Im Tier-Freigelände gab es nicht nur Luchs, Wolf, Elch und Bär zu bewundern, auch die kleinen Tiere im Wald und in der Luft waren vielfältig vertreten und sorgten für Abwechslung.

Am nächsten Tag war dann bereits die Heimreise angesagt. Mit einem Abstecher zur Wildbachklamm Buchberger Leite bekam der Abschied aus dem Bayrischen Wald noch einen besonderen Höhepunkt. Das Wasser der Wolfsteiner Ohe schlängelt sich durch ein tief eingeschnittenes Tal mit steilen Hängen und Felsenriegeln. Beeindruckend war die Wanderung durch die Klamm mit einem Wechsel der Uferseiten über eine Hängebrücke. Das Zusammenspiel von Wasser, Wildnis und Felsen mit vielen Kräutern und Blumen am Ufer und im Wald belohnte die Besucher. An diesem Fleckchen Erde entsteht der Eindruck, als wäre die Zeit stehen geblieben. In einer wohl noch heilen Umgebung überleben selbst die vom Ulmensterben bedrohten Bergulmen unbeschadet.

Bei der letzten gemeinsamen Rast kurz vor der Ankunft in Kohlberg bedankten sich die Reiseteilnehmer bei den Organisatoren Ilse und Werner Laubheimer für die gut vorbereitete Reise mit interessant ausgewählten Höhepunkten. Alle Teilnehmer der Ausfahrt waren sich einig: die Planung der nächsten Reise 2018 kann schon jetzt beginnen.


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